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Pollenallergie Symptome: Fliegenden Birkenpollen vor blauem Himmel.
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Symbolbild

20 Prozent der Deutschland leiden mittlerweile an einer Pollenallergie. Auch immer mehr Menschen jenseits der 40 sind betroffen. So erkennen Sie, ob sich hinter Fließnase und Niesreiz wirklich ein Heuschnupfen verbirgt.

Wer als Kind keinen Heuschnupfen hatte, ist nicht davor gefeit, im späteren Leben noch eine Pollenallergie zu entwickeln. Oft wird ein Heuschnupfen anfangs mit einer Erkältung verwechselt und falsch behandelt. Erst wenn die Symptome nicht weggehen oder immer schlimmer werden, wenden sich die Betroffenen an einen Arzt.

Pollenallergie oder Erkältung?

Die Beschwerden sind oft ähnlich. Doch es gibt ein paar Unterschiede, die verraten, ob es Heuschnupfen oder eine Erkältung ist:

Pollenallergie

  • Das Sekret in der Nase ist flüssig und klar
  • Niesattacken treten anfallartig auf, oft bei einem Ortswechsel nach draußen
  • Dauert länger als zwei Wochen und kann eine ganze Pollensaison anhalten
  • Verbessert sich oder verschwindet bei längeren Regenphasen

Erkältung

  • Anfangs ist das Sekret flüssig und klar, es ändert sich nach ein paar Tagen, dann ist die Nase eher verstopft und das Sekret gelblich
  • Niesattacken sind eher punktuell, also höchstens ein bis zwei Nieser hintereinander
  • Klingt meistens nach zwei Wochen ab
  • Verbessert sich nicht während längerer Regenphasen

Pollenallergie: Die Symptome erkennen

Die typischen Symptome bei Pollenallergie sind:

  • juckende Nase mit Fließschnupfen
  • starke Niesattacken, teilweise mehrere Minuten lang
  • juckende, gerötete und tränende Augen ähnlich einer Bindehautentzündung
  • geschwollene, trocken-gereizte Augenlider
  • manchmal tritt Juckreiz der Schleimhäute in Mund und Rachen auf
  • eventuell Beeinträchtigung des Nachtschlafs, dadurch und durch die Allergie selbst starke Müdigkeit am Tage
  • Krankheitsgefühl mit Gliederschmerzen und Abgeschlagenheit – ähnlich einer Grippe

Solange Pollen fliegen treten die Symptome treten auf. Dafür ist der körpereigene Botenstoff Histamin verantwortlich. In milden Wintern, so wie diesem, kann die Pollensaison schon sehr früh beginnen. Dann können Erle oder Hasel schon im Januar anfangen zu blühen und ihre Pollen in die Luft zu entlassen. Zudem werden Pollen durch die Luft über Hunderte von Kilometern weit getragen, sodass man sie kaum umgehen kann. Je nach Auslöser wird in Getreide-, Gräser- und Baumpollenallergie unterschieden.

Achtung Kreuzallergie

Einige Menschen entwickeln zusätzlich zum Heuschnupfen eine Unverträglichkeit gegen bestimmte Nahrungsmittel wie Äpfel, Nüsse, Erdbeeren oder Kiwis. Dann spricht man von Kreuzallergie. Da die Allergene sich ähneln, kann unser Immunsystem sie nicht voneinander unterscheiden. So tritt zum Beispiel bei 50 Prozent der Menschen, die allergisch gegen Birken sind, auch eine allergische Reaktion bei Äpfeln auf.

Was fliegt wann?

Eine aktuelle Pollenvorhersage können Sie über den gemeinsamen Service der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) und des Deutschen Wetterdienstes (DWD) abrufen.

Pollenallergie: Was hilft?

Bei einer Pollenallergie werden verschiedene Mittel eingesetzt, um die Symptome in Schach zu halten. Es ist wichtig, eine Allergie zu behandeln, da sonst später Asthma entstehen kann:

Antihistaminika binden das vom Körper ausgeschüttete Histamin. Nasensprays und Augentropfen wirken direkt vor Ort und können die Symptome rasch lindern. Zusätzlich helfen Tabletten gegen die typischen Symptome, da sie länger wirken. Sie sollten während der gesamten Pollensaison regelmäßig eingenommen werden. Neuere Antihistaminika, die sogenannten Mittel der zweiten Generation, wirken gezielter. Sie gelangen nicht ins Gehirn und machen dadurch nicht oder nur etwas müde. Oft fühlt man sich aber trotzdem müde, was nicht auf die Tabletten, sondern auf die Allergie selbst zurückzuführen ist.
Diese antiallergischen Medikamente wirken sehr sanft, sie sind schon sehr lange bekannt und daher auch für Schwangere geeignet. Die Mittel sollten mindestens eine Woche vor dem ersten Pollenflug angewendet werden.
Nasensprays mit einem lang wirkenden Kortison gibt es seit ein paar Jahren auch ohne Rezept in der Apotheke. Sie wirken antiallergisch und entzündungshemmend, entfalten ihre Wirkung direkt in der Nase und müssen in der Regel nur einmal pro Tag angewendet werden.
Mittel aus der Gruppe der Alpha-Sympathomimetika, die bekannten „Schnupfensprays“, können in der akuten Phase helfen. Sie lassen die Schleimhäute der Nase und der Nasennebenhöhlen abschwellen. Vorteil: schnelle Besserung. Achtung: Nicht länger als sieben Tage einnehmen. Auch die Kombinationstablette von einem Antihistaminikum und Pseudoephedrin sollte nicht länger als zwei Wochen eingenommen werden. Sonst tritt ein Gewöhnungseffekt ein, die Schleimhäute trocknen aus, sie können Krankheitserreger nicht mehr richtig abwehren, bluten leicht und schwellen die Schleimhäute direkt nach der Anwendung wieder an.
Augentropfen mit Tränenersatzflüssigkeit wirken befeuchtend und kühlend. Salzhaltige Nasensprays befeuchten die Nasenschleimhäute und transportieren die Pollen ab. Auch ein Thermalwasserspray aus Ihrer Apotheke lindert über den Tag verteilt den Juckreiz.

Waschen Sie abends die Haare, ziehen Sie sich nicht im Schlafzimmer um und lassen Sie Ihre Kleider und damit die Pollen draußen, sodass Sie besser schlafen können.

Was Sie noch bei Heuschnupfen beachten sollten, erfahren Sie hier.

Für eine freie Nase

Nasenspülungen mit Kochsalzlösungen oder fertigen Salzlösungen lassen die Nasenschleimhäute abschwellen und spülen Pollen aus. Das kann die Symptome bei Heuschnupfen lindern. In der Apotheke erhalten Sie Nasenduschen und -spülungen. Wir beraten Sie gerne zur Anwendung.

Phillipp Heldmann,

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