Die Gurke kann viel mehr sein, als nur eine Beilage im Salat: Sie ist gut für Haut und Figur und rundherum ein schlankes Gemüse.
Knackig, wasserreich, vielseitig: Warum die Gurke im Alltag, in der Ernährung und sogar in Kosmetika beliebt ist.
Wer sich leichter ernähren möchte, sucht oft nach Lebensmitteln, die frisch schmecken, satt machen und nicht gleich stark zu Buche schlagen. Genau hier hat die Gurke ihren großen Auftritt. Sie ist günstig, schnell vorbereitet, sehr wasserreich und passt in viele Mahlzeiten – vom Salat bis zum Snack zwischendurch. Gleichzeitig hält sich rund um die Gurke einiges an Halbwissen: Ist sie wirklich so gesund? Hilft sie beim Abnehmen? Und warum taucht sie sogar in Kosmetikprodukten auf? Die Gurke ist kein Wundermittel, aber ein erstaunlich praktisches Gemüse für den Alltag – wenn man weiß, was sie kann und worauf man achten sollte.
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Warum die Gurke so beliebt ist
Die Gurke punktet vor allem mit ihrer Leichtigkeit. Sie besteht zu etwa 97 Prozent aus Wasser und gehört damit zu den wasserreichsten und kalorienärmsten Gemüsearten. Pro 100 Gramm liefert sie nur etwa 12 bis 13 Kilokalorien. Damit ist sie ideal für alle, die etwas Frisches essen möchten, ohne gleich viele Kalorien aufzunehmen. Gerade an warmen Tagen oder als Snack im Büro ist das ein echter Vorteil.
Dazu kommt: Gemüse mit niedriger Energiedichte kann helfen, angenehm satt zu werden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung erklärt, dass Obst und Gemüse zur Sättigung beitragen und gleichzeitig vergleichsweise wenig Energie liefern. Deshalb empfiehlt sie weiterhin mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag. Die Gurke allein ersetzt natürlich keine ausgewogene Ernährung – sie macht es aber leichter, im Alltag mehr Gemüse einzubauen.
Was steckt in der Gurke?
Oft heißt es, Gurken seien „eigentlich nur Wasser“. Ganz so einfach ist es nicht. Zwar ist die Gurke kein Nährstoff-Star wie Brokkoli oder Hülsenfrüchte, ganz „leer“ ist sie aber nicht. Laut der DGE-Nährwerttabelle liefern 100 Gramm Gurke etwa 13 kcal, 165 mg Kalium, 8 mg Vitamin C, 15 µg Folsäure und 370 µg Beta-Carotin. Dazu kommen kleine Mengen weiterer Mineralstoffe und Vitamine.
Besonders wichtig ist dabei die Schale. Das Bundeszentrum für Ernährung weist darauf hin, dass die wenigen ernährungsphysiologisch relevanten Inhaltsstoffe überwiegend in oder direkt unter der Schale sitzen. Deshalb gilt: gründlich waschen, aber möglichst nicht schälen. Wer die Schale gar nicht mag, kann höchstens teilweise schälen – besser als komplett entfernen.
Viel Wasser – aber kein Ersatz fürs Trinken
Weil die Gurke so wasserreich ist, wird sie oft als kleine „Trinkhilfe“ gesehen. Das ist nicht ganz falsch. Die DGE erklärt, dass ein Teil der täglichen Wasserzufuhr über feste Nahrung aufgenommen wird, besonders über Obst und Gemüse. Trotzdem bleibt die Grundregel klar: Erwachsene sollten rund 1,5 Liter pro Tag trinken, am besten Wasser oder andere kalorienfreie Getränke. Eine Gurke kann also unterstützen – aber sie ersetzt kein Glas Wasser.
Wer im Sommer oft zu wenig trinkt oder bei Hitze lieber „etwas Leichtes“ essen möchte, liegt mit Gurke jedoch goldrichtig. Sie bringt Frische, Volumen und Wasser auf den Teller. Aber der eigentliche Flüssigkeitsbedarf sollte weiterhin über Getränke gedeckt werden.
Hilft Gurke beim Abnehmen?
Ja – aber auf eine ziemlich bodenständige Art. Die Gurke hilft nicht, weil sie Fett „wegschmilzt“ oder den Körper „entgiftet“. Sie hilft, weil sie sehr wenig Kalorien hat und trotzdem Volumen liefert. Wer statt salziger Knabbereien oder süßer Snacks häufiger zu Gurkenscheiben mit Quark, Hummus oder Frischkäse greift, spart oft ganz automatisch Energie ein.
Die Gurke wird häufig auch in Zusammenhang mit Detox-Diäten genannt. Die DGE schreibt klar, dass für sogenannte Detox-Diäten oder Entgiftungskuren keine aussagekräftigen Humanstudien vorliegen. Der Körper hat mit Leber, Nieren, Darm, Haut und Atmung bereits eigene Systeme, um Stoffwechselprodukte auszuscheiden. Die Gurke ist deshalb kein „Detox-Wunder“, sondern schlicht ein sehr alltagstaugliches, kalorienarmes Gemüse.
So kaufen, lagern und zubereiten Sie Gurken richtig
Frische Gurken sollten prall und fest sein und eine glänzende, kräftig grüne Schale ohne Druckstellen haben. Das Bundeszentrum für Ernährung nennt genau das als gute Orientierung beim Einkauf. Wirkt eine Gurke schon weich oder schrumpelig, ist sie meist nicht mehr ganz frisch.
Bei der Lagerung machen viele automatisch denselben Fehler: Die Gurke wandert direkt in den Kühlschrank. Das ist auf Dauer nicht ideal, Gurken bevorzugen einen Platz mit 12 bis 15 Grad Celsius. Zu viel Kälte macht sie weich und wässrig. Angeschnittene Stücke dürfen zwar noch kurz ins Gemüsefach, aber grundsätzlich mögen Gurken es lieber etwas milder. Außerdem sollten sie nicht neben Äpfeln oder anderen ethylenabgebenden Früchten lagern, weil diese die Reifung beschleunigen.
Auch bei der Zubereitung lohnt sich ein kleiner Trick: Salz besser erst am Ende dazugeben, weil Salz der Gurke Wasser entzieht. Wer Gurkensalat zu früh salzt, bekommt schnell viel Flüssigkeit in der Schüssel. Besser ist es, erst kurz vor dem Servieren zu würzen oder die Gurkenscheiben bei Bedarf bewusst etwas ziehen zu lassen.
Bittere Gurken nicht essen
Bei einem Punkt sollte jeder aufmerksam sein: ungewöhnlich bitter schmeckende Gurken gehören nicht auf den Teller. Der Grund sind sogenannte Cucurbitacine, also Bitterstoffe aus der Familie der Kürbisgewächse. Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät ausdrücklich dazu, bitteren Geschmack als Warnsignal ernst zu nehmen.
Typische Beschwerden können Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall sein. Vor allem bei selbst gezogenem Gemüse oder Kreuzungen im Hobbygarten ist das Thema relevant, im Handel sind problematische Bitterstoffmengen weitgehend herausgezüchtet. Trotzdem gilt immer: Schmeckt die Gurke stark bitter, bitte nicht weiteressen, nicht verkochen und nicht „mit Dressing retten“. Auch Hitze zerstört diese Bitterstoffe nicht zuverlässig.
Gurke in Kosmetika: Ja, tatsächlich
Viele kennen Gurkenscheiben auf den Augen eher aus Filmen oder Wellnessbildern. Tatsächlich wird Gurke aber auch in echten Kosmetikprodukten verwendet. In der europäischen Kosmetikdatenbank CosIng ist Cucumis Sativus Fruit Extract als kosmetischer Inhaltsstoff gelistet. Dort wird Gurkenextrakt als hautpflegender Stoff geführt, unter anderem mit den Funktionen „skin conditioning“ und „skin conditioning – emollient“.
Gurke findet man vor allem dort, wo Produkte leicht, frisch und hautpflegend wirken sollen – etwa in Gesichtspflege, Masken, Augenpflege oder Bodylotions.
Häufig wird Gurke auch als Hausmitteln bei müde wirkender oder gereizter Haut eingesetzt. Die AOK beschreibt, dass Gurkenfruchtfleisch wegen seines hohen Wasseranteils und des enthaltenen Vitamin C in selbst gemachten Masken Hautreizungen und Schwellungen reduzieren kann; auch bei leichtem Sonnenbrand wird ein lindernder Effekt beschrieben.
Wichtig ist aber auch hier die richtige Erwartung: Eine Gurkenscheibe ist kein Arzneimittel und ersetzt keine medizinische Hautpflege. Bei trockener, empfindlicher oder gereizter Haut kann ein Produkt mit Gurkenextrakt angenehm sein, vor allem wenn man leichte Texturen mag. Bei stärker entzündeter Haut, Allergien, Rosacea, Neurodermitis oder anhaltenden Hautproblemen ist die Beratung in der Apotheke sinnvoller als der Griff zum Hausmittel.
So können Sie Gurke wirkungsvoll nutzen
Im Alltag ist die Gurke besonders dann stark, wenn man sie unkompliziert einsetzt. Zum Beispiel als Rohkost zum Abendbrot, in einer Bowl, mit Joghurt-Dip, im Salat oder als frischer Snack unterwegs. Wer mag, kann sie auch mit eiweißreichen Lebensmitteln kombinieren – etwa Quark, Hüttenkäse oder Hummus. Dann wird aus einem sehr leichten Gemüse eine kleine, ausgewogenere Zwischenmahlzeit.
Auch für die Hautpflege gilt: schlicht ist oft besser. Wer Gurke als Hausmittel ausprobieren möchte, sollte das nur auf intakter Haut tun und vorher an einer kleinen Stelle testen, ob die Mischung gut vertragen wird. Fertige Pflegeprodukte aus Apotheke haben den Vorteil, dass sie in ihrer Zusammensetzung kontrollierter sind als schnell angerührte eigene Rezepte.
Gurke kurz & knapp
Die Gurke ist kein Wundermittel – aber ein richtig gutes Alltagsgemüse. Sie liefert sehr viel Wasser, sehr wenig Kalorien und passt praktisch immer dann, wenn es leicht, frisch und unkompliziert sein soll. Genau deshalb ist sie für viele Menschen ein cleverer Baustein in einer ausgewogenen Ernährung. Sie hilft beim Kaloriensparen nicht durch Magie, sondern durch ihre einfache Rechnung: viel Volumen, wenig Energie. Dazu kommen kleine Mengen wertvoller Mikronährstoffe, vor allem wenn die Gurke gut gewaschen und mit Schale gegessen wird.
Spannend ist außerdem, dass Gurke nicht nur auf dem Teller, sondern auch in der Hautpflege ihren Platz hat. Als Gurkenextrakt oder Gurkenwasser wird sie tatsächlich in Kosmetika eingesetzt – vor allem in leichten Gesichtspflegen, Augenprodukten und anderen Pflegeprodukten, die ein frisches Hautgefühl vermitteln sollen. Trotzdem gilt auch hier: Gurke pflegt sanft, sie ersetzt aber keine gezielte Therapie bei echten Hautproblemen.
Wer unsicher ist – etwa bei empfindlicher Haut oder bei der Wahl passender Pflegeprodukte – bekommt in der Heldmann‘s Apotheke Ettlinger Tor eine individuelle Beratung.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zur Gurke
Hat Gurke wirklich so wenige Kalorien?
Ja. 100 Gramm Gurke liefern nur etwa 12 bis 13 Kilokalorien. Damit gehört sie zu den kalorienärmsten Gemüsearten.
Sollte man Gurken schälen?
Meistens nein. Die Schale enthält einen großen Teil der ernährungsphysiologisch relevanten Inhaltsstoffe. Deshalb besser gründlich waschen und möglichst mit Schale essen.
Gehören Gurken in den Kühlschrank?
Nur kurzzeitig. Optimal sind 12 bis 15 Grad Celsius. Zu kalte Lagerung macht Gurken weich und wässrig. Angeschnittene Stücke dürfen aber für kurze Zeit ins Gemüsefach.
Wird Gurke auch in Kosmetika verwendet?
Ja. Gurkenextrakt und Gurkenwasser sind offizielle kosmetische Inhaltsstoffe und werden vor allem in hautpflegenden Produkten eingesetzt, etwa in Augenpflege, Gesichtspflege oder Foundations.
Bitter schmeckende Gurken
Schmeckt eine Gurke ungewöhnlich bitter, sofort aufhören zu essen und das Gemüse entsorgen. Nicht weiterverwenden, nicht kochen, nicht mit Gewürzen überdecken. Treten danach Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder stärkere Bauchschmerzen auf, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Verfasst und geprüft von der APOVENA Fachredaktion in Zusammenarbeit mit der Heldmann‘s Apotheke Ettlinger Tor in Karlsruhe . Stand 05/2026. Dieser Artikel ersetzt keine Beratung in einer Arztpraxis oder Apotheke.
Für eine persönliche Beratung kommen Sie einfach bei uns in der Heldmann‘s Apotheke Ettlinger Tor in Karlsruhe vorbei. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und helfen Ihnen gerne weiter.
Phillipp Heldmann,